Pri­vat­pra­xis Radio­lo­gie in Gießen
Dr. Jäger Privatkliniken

Geziel­te Schmerz­the­ra­pie bei aku­ten und chro­ni­schen Schmerzen

Rücken­schmer­zen kön­nen unter­schied­li­che Ursa­chen haben und die Lebens­qua­li­tät erheb­lich beein­träch­ti­gen. In unse­rer Pri­vat­pra­xis für Radio­lo­gie in Gie­ßen bie­ten wir bild­ge­steu­er­te Ver­fah­ren zur geziel­ten Behand­lung bestimm­ter aku­ter und chro­ni­scher Beschwer­den an der Wir­bel­säu­le an.

Bei ent­spre­chen­der medi­zi­ni­scher Indi­ka­ti­on kön­nen mini­mal­in­va­si­ve Ein­grif­fe eine sinn­vol­le Ergän­zung zu kon­ser­va­ti­ven Behand­lungs­me­tho­den sein. Mit­hil­fe der CT-Bil­d­­ge­­bung las­sen sich Medi­ka­men­te prä­zi­se an den betrof­fe­nen Struk­tu­ren ver­ab­rei­chen. Ziel ist es, Schmer­zen zu lin­dern, die Beweg­lich­keit zu ver­bes­sern und die Lebens­qua­li­tät nach­hal­tig zu unterstützen.

Wel­che Behand­lung infra­ge kommt, hängt von der indi­vi­du­el­len Ursa­che der Beschwer­den und der vor­aus­ge­gan­ge­nen fach­ärzt­li­chen Unter­su­chung ab.

Rücken­schmer­zen:

Rücken­schmer­zen verstehen

Rücken­schmer­zen gehö­ren zu den häu­figs­ten gesund­heit­li­chen Beschwer­den. Sie kön­nen die Beweg­lich­keit ein­schrän­ken, all­täg­li­che Tätig­kei­ten erschwe­ren und die Lebens­qua­li­tät erheb­lich beein­träch­ti­gen. Wäh­rend aku­te Rücken­schmer­zen häu­fig inner­halb weni­ger Wochen nach­las­sen, kön­nen Beschwer­den auch über län­ge­re Zeit bestehen blei­ben oder wie­der­holt auftreten.

Wel­che Behand­lung sinn­voll ist, hängt von den indi­vi­du­el­len Ursa­chen und dem Ver­lauf der Beschwer­den ab. Häu­fig hel­fen bereits Bewe­gung, Phy­sio­the­ra­pie und ande­re kon­ser­va­ti­ve Maß­nah­men. Bleibt eine aus­rei­chen­de Bes­se­rung aus, kön­nen nach fach­ärzt­li­cher Abklä­rung wei­te­re Behand­lungs­mög­lich­kei­ten infra­ge kom­men. Dazu zählt bei bestimm­ten Erkran­kun­gen auch die bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie durch den Radiologen.

Rücken­schmer­zen kön­nen in jedem Lebens­al­ter auf­tre­ten. Häu­fig spie­len Mus­kel­ver­span­nun­gen, unge­wohn­te Belas­tun­gen oder Bewe­gungs­man­gel eine Rol­le. Auch lan­ges Sit­zen und ein­sei­ti­ge kör­per­li­che Belas­tun­gen kön­nen Beschwer­den begüns­ti­gen. Oft lässt sich jedoch kei­ne ein­zel­ne Ursa­che feststellen.

Mit zuneh­men­dem Alter ver­än­dern sich außer­dem die Band­schei­ben und Gelen­ke der Wir­bel­säu­le. Sol­che Ver­än­de­run­gen sind zunächst ein natür­li­cher Vor­gang und ver­ur­sa­chen nicht zwangs­läu­fig Schmer­zen. Erst wenn bei­spiels­wei­se Ner­ven gereizt oder ein­ge­engt wer­den, kön­nen dar­aus Beschwer­den entstehen.

Auch ent­zünd­li­che Erkran­kun­gen und ande­re gesund­heit­li­che Ursa­chen kom­men infra­ge. Des­halb ist es wich­tig, anhal­ten­de oder wie­der­keh­ren­de Rücken­schmer­zen ärzt­lich abklä­ren zu lassen.

Wenn Schmer­zen anhalten

Manch­mal ver­schwin­den Rücken­schmer­zen nicht nach weni­gen Tagen oder Wochen. Sie tre­ten immer wie­der auf oder wer­den zu einer dau­er­haf­ten Belas­tung. Bestehen Schmer­zen län­ger als drei Mona­te, spricht man in der Regel von chro­ni­schen Schmerzen.

Dabei kön­nen ver­schie­de­ne Fak­to­ren zusam­men­wir­ken. Neben kör­per­li­chen Ver­än­de­run­gen spie­len auch die Ver­ar­bei­tung von Schmerz im Ner­ven­sys­tem, Stress und die Aus­wir­kun­gen auf den All­tag eine Rol­le. Mit der Zeit kann das Ner­ven­sys­tem emp­find­li­cher auf Schmerz­rei­ze reagie­ren, sodass Beschwer­den auch dann bestehen blei­ben, wenn der ursprüng­li­che Aus­lö­ser längst abge­klun­gen ist.

Bei anhal­ten­den Rücken­schmer­zen ist des­halb eine sorg­fäl­ti­ge ärzt­li­che Unter­su­chung wich­tig. Sie hilft zu klä­ren, wel­che Ursa­chen infra­ge kom­men und wel­che Behand­lung sinn­voll ist. Eine geziel­te, bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie kann bei bestimm­ten Beschwer­den ein Teil die­ser Behand­lung sein.

Rücken­schmer­zen kön­nen vie­le Ursa­chen haben

Rücken­schmer­zen gehö­ren zu den häu­figs­ten Beschwer­den und kön­nen ganz unter­schied­li­che Ursa­chen haben. Neben mus­ku­lä­ren Ver­span­nun­gen und Über­las­tun­gen kom­men Ver­än­de­run­gen der Band­schei­ben, Ver­schleiß­erschei­nun­gen an den Wir­bel­ge­len­ken sowie Rei­zun­gen oder Ein­engun­gen von Ner­ven­wur­zeln infra­ge. Auch ent­zünd­li­che Erkran­kun­gen und, in sel­te­nen Fäl­len, Tumor­er­kran­kun­gen kön­nen Schmer­zen verursachen.

Die Beschwer­den kön­nen ört­lich begrenzt auf­tre­ten oder in ande­re Kör­per­re­gio­nen aus­strah­len, bei­spiels­wei­se in Arme oder Bei­ne. Dabei las­sen sich aus der Art und Stär­ke der Schmer­zen allein nicht immer ein­deu­ti­ge Rück­schlüs­se auf ihre Ursa­che ziehen.

Ent­schei­dend ist des­halb eine sorg­fäl­ti­ge ärzt­li­che Abklä­rung. Im Gespräch mit dem behan­deln­den Fach­arzt wer­den die Beschwer­den, ihre Ent­wick­lung und mög­li­che Ein­fluss­fak­to­ren betrach­tet. Eine bild­ge­ben­de Unter­su­chung kann bei ent­spre­chen­der medi­zi­ni­scher Indi­ka­ti­on hel­fen, Ver­än­de­run­gen sicht­bar zu machen, mög­li­che Ursa­chen ein­zu­gren­zen und die wei­te­re Behand­lung gezielt zu planen.

Rücken­schmer­zen:
Wann kann der Radio­lo­ge helfen?

Wenn Rücken­schmer­zen trotz Phy­sio­the­ra­pie, Medi­ka­men­ten oder ande­rer Behand­lun­gen anhal­ten, kann eine bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie infra­ge kom­men. Auch bei Beschwer­den, die nach einer Ope­ra­ti­on an der Wir­bel­säu­le wei­ter­hin bestehen oder erneut auf­tre­ten, kann die­ses Ver­fah­ren unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen sinn­voll sein.

Bei der CT-gesteu­er­­ten Schmerz­the­ra­pie nutzt der Radio­lo­ge die Com­pu­ter­to­mo­gra­phie, um eine fei­ne Injek­ti­ons­na­del gezielt an die zu behan­deln­de Stel­le zu füh­ren. Dort kön­nen Medi­ka­men­te ver­ab­reicht wer­den, bei­spiels­wei­se um Ent­zün­dun­gen zu hem­men und Schmer­zen zu lin­dern. Die Bild­kon­trol­le hilft dabei, die Nadel prä­zi­se zu plat­zie­ren und emp­find­li­che Struk­tu­ren mög­lichst zu schonen.

Die Behand­lung erfolgt in der Regel ambu­lant und erfor­dert kei­nen grö­ße­ren ope­ra­ti­ven Ein­griff. Wie gut sie wirkt und wie lan­ge eine mög­li­che Schmerz­lin­de­rung anhält, hängt unter ande­rem von der Ursa­che der Beschwer­den ab.

Vor­aus­set­zung ist eine fach­ärzt­li­che Unter­su­chung, bei­spiels­wei­se durch einen Ortho­pä­den, Neu­ro­lo­gen oder Neu­ro­chir­ur­gen. Gemein­sam mit den vor­lie­gen­den Befun­den lässt sich beur­tei­len, ob eine bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie geeig­net ist und wel­che Behand­lungs­schrit­te sinn­voll sind.

Gezielt behan­deln statt groß­flä­chig eingreifen

Mit­hil­fe der CT-Bil­d­­ge­­bung kann der Radio­lo­ge die Injek­ti­ons­na­del genau an die vor­ge­se­he­ne Behand­lungs­stel­le füh­ren. So las­sen sich Medi­ka­men­te lokal ver­ab­rei­chen, ohne dass dafür eine offe­ne Ope­ra­ti­on not­wen­dig ist.

Vor einer geziel­ten Schmerz­the­ra­pie steht die fach­ärzt­li­che Unter­su­chung, bei­spiels­wei­se durch einen Ortho­pä­den, Neu­ro­lo­gen oder Neu­ro­chir­ur­gen. Häu­fig lie­gen bereits MRT- oder CT-Auf­­­nah­­men der Wir­bel­säu­le vor. Die­se kön­nen wir in unse­rer Pra­xis gemein­sam mit den Beschwer­den und den bis­he­ri­gen Unter­su­chungs­er­geb­nis­sen beur­tei­len. Falls erfor­der­lich, kön­nen ergän­zen­de bild­ge­ben­de Unter­su­chun­gen hel­fen, Ver­än­de­run­gen an Band­schei­ben, Wir­bel­ge­len­ken oder Ner­ven­wur­zeln genau­er zu erkennen.

Auf die­ser Grund­la­ge lässt sich beur­tei­len, ob eine bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie sinn­voll ist und wel­che Behand­lung infra­ge kommt.

Gut infor­miert entscheiden

Jede Schmerz­ge­schich­te ist anders. Des­halb neh­men wir uns Zeit, Ihre Beschwer­den und die vor­lie­gen­den Befun­de gemein­sam mit Ihnen zu betrach­ten. Wir erklä­ren Ihnen, wel­che Mög­lich­kei­ten der bild­ge­steu­er­ten Schmerz­the­ra­pie infra­ge kom­men, wie eine Behand­lung abläuft und was Sie davon erwar­ten können.

Auch Ihre Fra­gen und mög­li­chen Beden­ken haben dabei ihren Platz. Denn Sie sol­len ver­ste­hen, wel­che Behand­lung vor­ge­schla­gen wird und warum.

Ver­fah­ren der CT-gesteu­er­­ten Schmerz­the­ra­pie, die sich bewährt haben

Behand­lungs­an­sät­ze der Schmerztherapie

Facet­ten­in­fil­tra­ti­on & Per­i­ra­di­ku­lä­re The­ra­pie (PRT)

Nicht jeder Rücken­schmerz hat den­sel­ben Ursprung. Manch­mal sind die klei­nen Gelen­ke zwi­schen den Wir­beln betrof­fen, in ande­ren Fäl­len wer­den Ner­ven­wur­zeln gereizt oder ein­ge­engt. Für bei­de Situa­tio­nen gibt es unter­schied­li­che Ver­fah­ren der bild­ge­steu­er­ten Schmerztherapie.

CT-Bil­­der hel­fen, Medi­ka­men­te gezielt an der vor­ge­se­he­nen Behand­lungs­stel­le zu verabreichen.

Facet­ten­in­fil­tra­ti­on – Behand­lung der klei­nen Wirbelgelenke

Die Facet­ten­ge­len­ke ver­bin­den die ein­zel­nen Wir­bel mit­ein­an­der und ermög­li­chen die Beweg­lich­keit der Wir­bel­säu­le. Ver­än­de­run­gen oder Rei­zun­gen die­ser Gelen­ke kön­nen Schmer­zen ver­ur­sa­chen, beson­ders im Nacken oder im unte­ren Rücken.

Bei einer Facet­ten­in­fil­tra­ti­on wer­den Medi­ka­men­te gezielt an die betrof­fe­nen Gelen­ke oder in deren unmit­tel­ba­re Umge­bung ver­ab­reicht. Die CT-Bil­d­­ge­­bung unter­stützt den Radio­lo­gen dabei, die Injek­ti­ons­na­del prä­zi­se zu plat­zie­ren. Ziel der Behand­lung ist es, die Beschwer­den zu lindern.

Periradikuläre Therapie PRT gezeigt an einem Wirbelsäulenmodel

Per­i­ra­di­ku­lä­re The­ra­pie (PRT) – Wenn Ner­ven­wur­zeln gereizt werden

Ein Band­schei­ben­vor­fall oder eine Ver­en­gung im Bereich der Wir­bel­säu­le kann Druck auf eine Ner­ven­wur­zel aus­üben. Dadurch kön­nen Schmer­zen ent­ste­hen, die vom Rücken bis in die Arme oder Bei­ne aus­strah­len. Manch­mal tre­ten zusätz­lich Krib­beln oder Taub­heits­ge­füh­le auf.

Bei der Per­i­ra­di­ku­lä­ren The­ra­pie wird unter CT-Kon­­­trol­­le eine fei­ne Nadel in die Nähe der betrof­fe­nen Ner­ven­wur­zel geführt. Dort wer­den Medi­ka­men­te ver­ab­reicht, die Schmer­zen lin­dern und ent­zünd­li­che Reak­tio­nen ver­rin­gern sollen.

Ablauf und Behandlungserfolg

Bei­de Ver­fah­ren wer­den in der Regel ambu­lant durch­ge­führt. Ob eine ein­zel­ne Behand­lung aus­reicht oder wei­te­re Sit­zun­gen sinn­voll sind, hängt von den Beschwer­den und der indi­vi­du­el­len Wir­kung ab. Eine Schmerz­lin­de­rung ist mög­lich, lässt sich jedoch nicht garan­tie­ren. Vor dem Ein­griff wer­den der Ablauf und mög­li­che Risi­ken besprochen.

Ziel der Ozon-Nukle­oly­­se ist es, den Druck auf gereiz­te Ner­ven­wur­zeln zu ver­rin­gern und dadurch Schmer­zen zu lindern.

Ozon-Nukle­oly­­se | Spi­nal Ozontherapie

Bei einem Band­schei­ben­vor­fall kann Gewe­be aus dem Inne­ren einer Band­schei­be nach außen tre­ten und auf benach­bar­te Ner­ven drü­cken. Dadurch kön­nen Rücken­schmer­zen ent­ste­hen, die häu­fig bis in die Bei­ne ausstrahlen.

Die Ozon-Nukle­oly­­se ist ein mini­mal­in­va­si­ves Ver­fah­ren, bei dem ein medi­zi­ni­sches Sau­er­­stoff-Ozon-Gemisch gezielt in die betrof­fe­ne Band­schei­be ein­ge­bracht wird. Der Ein­griff erfolgt unter ört­li­cher Betäu­bung und CT-Kon­­­trol­­le, damit die Injek­ti­ons­na­del mög­lichst prä­zi­se plat­ziert wer­den kann. Das Ver­fah­ren soll dazu bei­tra­gen, das Volu­men des Band­schei­ben­ge­we­bes zu ver­rin­gern und ent­zünd­li­che Reak­tio­nen zu beein­flus­sen. Dadurch kann sich der Druck auf gereiz­te Ner­ven­wur­zeln redu­zie­ren und eine Lin­de­rung der Beschwer­den eintreten.

Bandscheibenvorfall Model Wirbelsäule in der Hand eines Radiologen

Die Ozon-Nukle­oly­­se kommt nicht bei jedem Band­schei­ben­vor­fall infra­ge. Ob sie eine geeig­ne­te Behand­lungs­mög­lich­keit dar­stellt, hängt unter ande­rem von den Beschwer­den, den bild­ge­ben­den Befun­den und den bis­he­ri­gen Behand­lun­gen ab.

Die Wirk­sam­keit wird wei­ter­hin wis­sen­schaft­lich unter­sucht. Eine Bes­se­rung ist mög­lich, aber nicht sicher vor­her­zu­sa­gen. Wie bei ande­ren Ein­grif­fen an der Wir­bel­säu­le kön­nen auch hier Kom­pli­ka­tio­nen auf­tre­ten, bei­spiels­wei­se Blut­ergüs­se, Infek­tio­nen oder in sel­te­nen Fäl­len Ver­let­zun­gen von Ner­ven. Über die indi­vi­du­el­len Risi­ken und den genau­en Ablauf der Behand­lung infor­mie­ren wir Sie im per­sön­li­chen Gespräch.

Die Nucleo­plas­tie soll den Druck inner­halb der Band­schei­be ver­rin­gern und dadurch benach­bar­te Ner­ven entlasten.

Nucleo­plas­tie — Den Druck in der Band­schei­be verringern

Wenn sich eine Band­schei­be vor­wölbt, kann sie auf benach­bar­te Ner­ven drü­cken und Schmer­zen ver­ur­sa­chen. Die Nucleo­plas­tie ist ein mini­mal­in­va­si­ves Ver­fah­ren, das bei bestimm­ten Band­schei­ben­ver­än­de­run­gen zur Schmerz­lin­de­rung ein­ge­setzt wer­den kann.

Dabei wird unter Bild­kon­trol­le eine dün­ne Son­de in die betrof­fe­ne Band­schei­be ein­ge­führt. Mit­hil­fe von Radio­fre­quenz­ener­gie wird ein klei­ner Teil des Band­schei­ben­ge­we­bes abge­tra­gen. Dadurch soll sich der Druck im Inne­ren der Band­schei­be ver­rin­gern und die Belas­tung benach­bar­ter Ner­ven nachlassen.

Der Ein­griff erfolgt übli­cher­wei­se unter ört­li­cher Betäu­bung. Ob eine Nucleo­plas­tie infra­ge kommt, hängt ins­be­son­de­re von der Art der Band­schei­ben­ver­än­de­rung, den Beschwer­den und den bis­he­ri­gen Behand­lun­gen ab.

Die Behand­lung kann Schmer­zen lin­dern, ihr Erfolg ist jedoch nicht sicher vor­her­zu­sa­gen. Auch mög­li­che Kom­pli­ka­tio­nen wie Infek­tio­nen, Blu­tun­gen oder Ver­let­zun­gen von Ner­ven müs­sen berück­sich­tigt wer­den. Über den Ablauf, die indi­vi­du­el­len Erfolgs­aus­sich­ten und mög­li­che Risi­ken infor­mie­ren wir Sie vor der Behandlung.

Durch geziel­te Wär­me­be­hand­lung kön­nen Schmerz­si­gna­le bestimm­ter Gelen­k­ner­ven unter­bro­chen und chro­ni­sche Rücken­schmer­zen gelin­dert werden.

Radio­frequenz­behandlung (RFD) — Schmerz­si­gna­le gezielt unterbrechen

Chro­ni­sche Rücken­schmer­zen kön­nen ihren Ursprung in den klei­nen Gelen­ken der Wir­bel­säu­le haben, den soge­nann­ten Facet­ten­ge­len­ken. Die­se wer­den von fei­nen Ner­ven ver­sorgt, die Schmerz­si­gna­le an das Gehirn wei­ter­lei­ten. Wenn ande­re Behand­lun­gen kei­ne aus­rei­chen­de Lin­de­rung brin­gen, kann eine Radio­fre­quenz­be­hand­lung infra­ge kom­men. Vor­aus­set­zung ist, dass die betrof­fe­nen Gelen­k­ner­ven als wahr­schein­li­che Schmerz­quel­le erkannt wur­den. Dazu wer­den vor­ab geziel­te Test­in­jek­tio­nen durchgeführt.

Wie funk­tio­niert die Behandlung?

Bei der Radio­fre­quenz­be­hand­lung wird unter Bild­kon­trol­le eine dün­ne Son­de an die ent­spre­chen­den Ner­ven geführt. Durch kon­trol­lier­te Wär­me wer­den die Ner­ven­fa­sern so behan­delt, dass sie Schmerz­si­gna­le vor­über­ge­hend nicht mehr oder nur noch ein­ge­schränkt wei­ter­lei­ten kön­nen. Die Behand­lung soll Schmer­zen lin­dern und die Beweg­lich­keit im All­tag ver­bes­sern. Dabei blei­ben die Wir­bel­ge­len­ke selbst erhalten.

Wie lan­ge hält die Wir­kung an?

Eine Schmerz­lin­de­rung kann über meh­re­re Mona­te anhal­ten. Wie lan­ge die Wir­kung tat­säch­lich besteht, ist indi­vi­du­ell unter­schied­lich. Da sich die behan­del­ten Ner­ven mit der Zeit rege­ne­rie­ren kön­nen, ist auch eine Rück­kehr der Beschwer­den möglich.

Der Ein­griff erfolgt in der Regel ambu­lant. Vor­über­ge­hen­de Schmer­zen oder Miss­emp­fin­dun­gen an der behan­del­ten Stel­le sind mög­lich. Sel­ten kön­nen Infek­tio­nen, Blu­tun­gen oder Ner­ven­schä­di­gun­gen auf­tre­ten. Über den Ablauf und die indi­vi­du­el­len Risi­ken infor­mie­ren wir Sie vor der Behandlung.

Wenn Schmer­zen den All­tag bestimmen

Wer seit Mona­ten oder Jah­ren Schmer­zen hat, sucht irgend­wann nicht mehr ein­fach nach einer wei­te­ren Behand­lung, son­dern nach einem Aus­weg. Denn wenn Schmer­zen den Schlaf rau­ben, Bewe­gun­gen zur Belas­tung wer­den und selbst all­täg­li­che Din­ge kaum noch mög­lich sind, beschreibt «ein­ge­schränk­te Lebens­qua­li­tät» oft nicht mehr, was Betrof­fe­ne tat­säch­lich erleben.

Viel­leicht haben Sie bereits zahl­rei­che Unter­su­chun­gen hin­ter sich, unter­schied­li­che The­ra­pien aus­pro­biert oder sogar eine Ope­ra­ti­on durch­lau­fen. Sie haben auf Bes­se­rung gehofft und mög­li­cher­wei­se immer wie­der Ent­täu­schun­gen erlebt. Da ist es ver­ständ­lich, dass jede wei­te­re Behand­lungs­mög­lich­keit, die Erleich­te­rung ver­spricht, neue Hoff­nung weckt.

Gemein­sam kön­nen wir klä­ren, ob eine bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie für Sie infra­ge kommt und wel­che wei­te­ren Schrit­te dafür not­wen­dig sind.

Wir neh­men Ihre Beschwer­den ernst – und eben­so die Erwar­tun­gen und Hoff­nun­gen, mit denen Sie zu uns kommen.

Des­halb möch­ten wir zunächst ver­ste­hen, was Sie bis­her erlebt haben. Wel­che Beschwer­den bestehen, wel­che Unter­su­chun­gen wur­den durch­ge­führt und wel­che Behand­lun­gen haben Sie bereits erhal­ten? Ihre Erfah­run­gen sind dabei eben­so wich­tig wie die ärzt­li­chen Befunde.

In unse­rer Radio­lo­gie kön­nen wir vor­han­de­ne MRT- und CT-Auf­­­nah­­men beur­tei­len und bei Bedarf wei­te­re Unter­su­chun­gen durch­füh­ren. Gemein­sam mit Ihrer bis­he­ri­gen Behand­lungs­ge­schich­te bil­den die­se Infor­ma­tio­nen die Grund­la­ge, um zu prü­fen, ob eine bild­ge­steu­er­te Schmerz­the­ra­pie für Sie sinn­voll sein kann.

Nicht jede Behand­lung ist für jeden Pati­en­ten geeig­net. Und nicht jede Hoff­nung auf Schmerz­lin­de­rung lässt sich erfül­len. Aber Sie dür­fen erwar­ten, dass wir uns sorg­fäl­tig mit Ihrer Situa­ti­on befas­sen, Ihnen die Mög­lich­kei­ten und Gren­zen einer Behand­lung erklä­ren und Ihre Fra­gen ernst nehmen.

Sie möch­ten wis­sen, ob wir Ihnen hel­fen können?

Spre­chen Sie uns an. Unser Pra­xis­team infor­miert Sie ger­ne dar­über, wie eine ers­te Beur­tei­lung mög­lich ist und wel­che Unter­la­gen dafür hilf­reich sind.

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