Privatpraxis Radiologie in Gießen
Gezielte Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzen
Rückenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. In unserer Privatpraxis für Radiologie in Gießen bieten wir bildgesteuerte Verfahren zur gezielten Behandlung bestimmter akuter und chronischer Beschwerden an der Wirbelsäule an.
Bei entsprechender medizinischer Indikation können minimalinvasive Eingriffe eine sinnvolle Ergänzung zu konservativen Behandlungsmethoden sein. Mithilfe der CT-Bildgebung lassen sich Medikamente präzise an den betroffenen Strukturen verabreichen. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die Lebensqualität nachhaltig zu unterstützen.
Welche Behandlung infrage kommt, hängt von der individuellen Ursache der Beschwerden und der vorausgegangenen fachärztlichen Untersuchung ab.
Rückenschmerzen:
Rückenschmerzen verstehen
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Sie können die Beweglichkeit einschränken, alltägliche Tätigkeiten erschweren und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Während akute Rückenschmerzen häufig innerhalb weniger Wochen nachlassen, können Beschwerden auch über längere Zeit bestehen bleiben oder wiederholt auftreten.
Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von den individuellen Ursachen und dem Verlauf der Beschwerden ab. Häufig helfen bereits Bewegung, Physiotherapie und andere konservative Maßnahmen. Bleibt eine ausreichende Besserung aus, können nach fachärztlicher Abklärung weitere Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen. Dazu zählt bei bestimmten Erkrankungen auch die bildgesteuerte Schmerztherapie durch den Radiologen.
Rückenschmerzen können in jedem Lebensalter auftreten. Häufig spielen Muskelverspannungen, ungewohnte Belastungen oder Bewegungsmangel eine Rolle. Auch langes Sitzen und einseitige körperliche Belastungen können Beschwerden begünstigen. Oft lässt sich jedoch keine einzelne Ursache feststellen.
Mit zunehmendem Alter verändern sich außerdem die Bandscheiben und Gelenke der Wirbelsäule. Solche Veränderungen sind zunächst ein natürlicher Vorgang und verursachen nicht zwangsläufig Schmerzen. Erst wenn beispielsweise Nerven gereizt oder eingeengt werden, können daraus Beschwerden entstehen.
Auch entzündliche Erkrankungen und andere gesundheitliche Ursachen kommen infrage. Deshalb ist es wichtig, anhaltende oder wiederkehrende Rückenschmerzen ärztlich abklären zu lassen.
Wenn Schmerzen anhalten
Manchmal verschwinden Rückenschmerzen nicht nach wenigen Tagen oder Wochen. Sie treten immer wieder auf oder werden zu einer dauerhaften Belastung. Bestehen Schmerzen länger als drei Monate, spricht man in der Regel von chronischen Schmerzen.
Dabei können verschiedene Faktoren zusammenwirken. Neben körperlichen Veränderungen spielen auch die Verarbeitung von Schmerz im Nervensystem, Stress und die Auswirkungen auf den Alltag eine Rolle. Mit der Zeit kann das Nervensystem empfindlicher auf Schmerzreize reagieren, sodass Beschwerden auch dann bestehen bleiben, wenn der ursprüngliche Auslöser längst abgeklungen ist.
Bei anhaltenden Rückenschmerzen ist deshalb eine sorgfältige ärztliche Untersuchung wichtig. Sie hilft zu klären, welche Ursachen infrage kommen und welche Behandlung sinnvoll ist. Eine gezielte, bildgesteuerte Schmerztherapie kann bei bestimmten Beschwerden ein Teil dieser Behandlung sein.
Rückenschmerzen können viele Ursachen haben
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden und können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Neben muskulären Verspannungen und Überlastungen kommen Veränderungen der Bandscheiben, Verschleißerscheinungen an den Wirbelgelenken sowie Reizungen oder Einengungen von Nervenwurzeln infrage. Auch entzündliche Erkrankungen und, in seltenen Fällen, Tumorerkrankungen können Schmerzen verursachen.
Die Beschwerden können örtlich begrenzt auftreten oder in andere Körperregionen ausstrahlen, beispielsweise in Arme oder Beine. Dabei lassen sich aus der Art und Stärke der Schmerzen allein nicht immer eindeutige Rückschlüsse auf ihre Ursache ziehen.
Entscheidend ist deshalb eine sorgfältige ärztliche Abklärung. Im Gespräch mit dem behandelnden Facharzt werden die Beschwerden, ihre Entwicklung und mögliche Einflussfaktoren betrachtet. Eine bildgebende Untersuchung kann bei entsprechender medizinischer Indikation helfen, Veränderungen sichtbar zu machen, mögliche Ursachen einzugrenzen und die weitere Behandlung gezielt zu planen.
Rückenschmerzen:
Wann kann der Radiologe helfen?
Wenn Rückenschmerzen trotz Physiotherapie, Medikamenten oder anderer Behandlungen anhalten, kann eine bildgesteuerte Schmerztherapie infrage kommen. Auch bei Beschwerden, die nach einer Operation an der Wirbelsäule weiterhin bestehen oder erneut auftreten, kann dieses Verfahren unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll sein.
Bei der CT-gesteuerten Schmerztherapie nutzt der Radiologe die Computertomographie, um eine feine Injektionsnadel gezielt an die zu behandelnde Stelle zu führen. Dort können Medikamente verabreicht werden, beispielsweise um Entzündungen zu hemmen und Schmerzen zu lindern. Die Bildkontrolle hilft dabei, die Nadel präzise zu platzieren und empfindliche Strukturen möglichst zu schonen.
Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant und erfordert keinen größeren operativen Eingriff. Wie gut sie wirkt und wie lange eine mögliche Schmerzlinderung anhält, hängt unter anderem von der Ursache der Beschwerden ab.
Voraussetzung ist eine fachärztliche Untersuchung, beispielsweise durch einen Orthopäden, Neurologen oder Neurochirurgen. Gemeinsam mit den vorliegenden Befunden lässt sich beurteilen, ob eine bildgesteuerte Schmerztherapie geeignet ist und welche Behandlungsschritte sinnvoll sind.
Gezielt behandeln statt großflächig eingreifen
Mithilfe der CT-Bildgebung kann der Radiologe die Injektionsnadel genau an die vorgesehene Behandlungsstelle führen. So lassen sich Medikamente lokal verabreichen, ohne dass dafür eine offene Operation notwendig ist.
Vor einer gezielten Schmerztherapie steht die fachärztliche Untersuchung, beispielsweise durch einen Orthopäden, Neurologen oder Neurochirurgen. Häufig liegen bereits MRT- oder CT-Aufnahmen der Wirbelsäule vor. Diese können wir in unserer Praxis gemeinsam mit den Beschwerden und den bisherigen Untersuchungsergebnissen beurteilen. Falls erforderlich, können ergänzende bildgebende Untersuchungen helfen, Veränderungen an Bandscheiben, Wirbelgelenken oder Nervenwurzeln genauer zu erkennen.
Auf dieser Grundlage lässt sich beurteilen, ob eine bildgesteuerte Schmerztherapie sinnvoll ist und welche Behandlung infrage kommt.
Gut informiert entscheiden
Jede Schmerzgeschichte ist anders. Deshalb nehmen wir uns Zeit, Ihre Beschwerden und die vorliegenden Befunde gemeinsam mit Ihnen zu betrachten. Wir erklären Ihnen, welche Möglichkeiten der bildgesteuerten Schmerztherapie infrage kommen, wie eine Behandlung abläuft und was Sie davon erwarten können.
Auch Ihre Fragen und möglichen Bedenken haben dabei ihren Platz. Denn Sie sollen verstehen, welche Behandlung vorgeschlagen wird und warum.
Verfahren der CT-gesteuerten Schmerztherapie, die sich bewährt haben
Behandlungsansätze der Schmerztherapie
Facetteninfiltration & Periradikuläre Therapie (PRT)
Nicht jeder Rückenschmerz hat denselben Ursprung. Manchmal sind die kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln betroffen, in anderen Fällen werden Nervenwurzeln gereizt oder eingeengt. Für beide Situationen gibt es unterschiedliche Verfahren der bildgesteuerten Schmerztherapie.
Facetteninfiltration – Behandlung der kleinen Wirbelgelenke
Die Facettengelenke verbinden die einzelnen Wirbel miteinander und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Veränderungen oder Reizungen dieser Gelenke können Schmerzen verursachen, besonders im Nacken oder im unteren Rücken.
Bei einer Facetteninfiltration werden Medikamente gezielt an die betroffenen Gelenke oder in deren unmittelbare Umgebung verabreicht. Die CT-Bildgebung unterstützt den Radiologen dabei, die Injektionsnadel präzise zu platzieren. Ziel der Behandlung ist es, die Beschwerden zu lindern.

Periradikuläre Therapie (PRT) – Wenn Nervenwurzeln gereizt werden
Ein Bandscheibenvorfall oder eine Verengung im Bereich der Wirbelsäule kann Druck auf eine Nervenwurzel ausüben. Dadurch können Schmerzen entstehen, die vom Rücken bis in die Arme oder Beine ausstrahlen. Manchmal treten zusätzlich Kribbeln oder Taubheitsgefühle auf.
Bei der Periradikulären Therapie wird unter CT-Kontrolle eine feine Nadel in die Nähe der betroffenen Nervenwurzel geführt. Dort werden Medikamente verabreicht, die Schmerzen lindern und entzündliche Reaktionen verringern sollen.
Ablauf und Behandlungserfolg
Beide Verfahren werden in der Regel ambulant durchgeführt. Ob eine einzelne Behandlung ausreicht oder weitere Sitzungen sinnvoll sind, hängt von den Beschwerden und der individuellen Wirkung ab. Eine Schmerzlinderung ist möglich, lässt sich jedoch nicht garantieren. Vor dem Eingriff werden der Ablauf und mögliche Risiken besprochen.
Ozon-Nukleolyse | Spinal Ozontherapie
Bei einem Bandscheibenvorfall kann Gewebe aus dem Inneren einer Bandscheibe nach außen treten und auf benachbarte Nerven drücken. Dadurch können Rückenschmerzen entstehen, die häufig bis in die Beine ausstrahlen.
Die Ozon-Nukleolyse ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem ein medizinisches Sauerstoff-Ozon-Gemisch gezielt in die betroffene Bandscheibe eingebracht wird. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und CT-Kontrolle, damit die Injektionsnadel möglichst präzise platziert werden kann. Das Verfahren soll dazu beitragen, das Volumen des Bandscheibengewebes zu verringern und entzündliche Reaktionen zu beeinflussen. Dadurch kann sich der Druck auf gereizte Nervenwurzeln reduzieren und eine Linderung der Beschwerden eintreten.
Nucleoplastie — Den Druck in der Bandscheibe verringern
Wenn sich eine Bandscheibe vorwölbt, kann sie auf benachbarte Nerven drücken und Schmerzen verursachen. Die Nucleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren, das bei bestimmten Bandscheibenveränderungen zur Schmerzlinderung eingesetzt werden kann.
Dabei wird unter Bildkontrolle eine dünne Sonde in die betroffene Bandscheibe eingeführt. Mithilfe von Radiofrequenzenergie wird ein kleiner Teil des Bandscheibengewebes abgetragen. Dadurch soll sich der Druck im Inneren der Bandscheibe verringern und die Belastung benachbarter Nerven nachlassen.
Der Eingriff erfolgt üblicherweise unter örtlicher Betäubung. Ob eine Nucleoplastie infrage kommt, hängt insbesondere von der Art der Bandscheibenveränderung, den Beschwerden und den bisherigen Behandlungen ab.
Die Behandlung kann Schmerzen lindern, ihr Erfolg ist jedoch nicht sicher vorherzusagen. Auch mögliche Komplikationen wie Infektionen, Blutungen oder Verletzungen von Nerven müssen berücksichtigt werden. Über den Ablauf, die individuellen Erfolgsaussichten und mögliche Risiken informieren wir Sie vor der Behandlung.
Radiofrequenzbehandlung (RFD) — Schmerzsignale gezielt unterbrechen
Chronische Rückenschmerzen können ihren Ursprung in den kleinen Gelenken der Wirbelsäule haben, den sogenannten Facettengelenken. Diese werden von feinen Nerven versorgt, die Schmerzsignale an das Gehirn weiterleiten. Wenn andere Behandlungen keine ausreichende Linderung bringen, kann eine Radiofrequenzbehandlung infrage kommen. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Gelenknerven als wahrscheinliche Schmerzquelle erkannt wurden. Dazu werden vorab gezielte Testinjektionen durchgeführt.
Wie funktioniert die Behandlung?
Bei der Radiofrequenzbehandlung wird unter Bildkontrolle eine dünne Sonde an die entsprechenden Nerven geführt. Durch kontrollierte Wärme werden die Nervenfasern so behandelt, dass sie Schmerzsignale vorübergehend nicht mehr oder nur noch eingeschränkt weiterleiten können. Die Behandlung soll Schmerzen lindern und die Beweglichkeit im Alltag verbessern. Dabei bleiben die Wirbelgelenke selbst erhalten.
Wie lange hält die Wirkung an?
Eine Schmerzlinderung kann über mehrere Monate anhalten. Wie lange die Wirkung tatsächlich besteht, ist individuell unterschiedlich. Da sich die behandelten Nerven mit der Zeit regenerieren können, ist auch eine Rückkehr der Beschwerden möglich.
Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant. Vorübergehende Schmerzen oder Missempfindungen an der behandelten Stelle sind möglich. Selten können Infektionen, Blutungen oder Nervenschädigungen auftreten. Über den Ablauf und die individuellen Risiken informieren wir Sie vor der Behandlung.
Wenn Schmerzen den Alltag bestimmen
Wer seit Monaten oder Jahren Schmerzen hat, sucht irgendwann nicht mehr einfach nach einer weiteren Behandlung, sondern nach einem Ausweg. Denn wenn Schmerzen den Schlaf rauben, Bewegungen zur Belastung werden und selbst alltägliche Dinge kaum noch möglich sind, beschreibt «eingeschränkte Lebensqualität» oft nicht mehr, was Betroffene tatsächlich erleben.
Vielleicht haben Sie bereits zahlreiche Untersuchungen hinter sich, unterschiedliche Therapien ausprobiert oder sogar eine Operation durchlaufen. Sie haben auf Besserung gehofft und möglicherweise immer wieder Enttäuschungen erlebt. Da ist es verständlich, dass jede weitere Behandlungsmöglichkeit, die Erleichterung verspricht, neue Hoffnung weckt.
Gemeinsam können wir klären, ob eine bildgesteuerte Schmerztherapie für Sie infrage kommt und welche weiteren Schritte dafür notwendig sind.
Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst – und ebenso die Erwartungen und Hoffnungen, mit denen Sie zu uns kommen.
Deshalb möchten wir zunächst verstehen, was Sie bisher erlebt haben. Welche Beschwerden bestehen, welche Untersuchungen wurden durchgeführt und welche Behandlungen haben Sie bereits erhalten? Ihre Erfahrungen sind dabei ebenso wichtig wie die ärztlichen Befunde.
In unserer Radiologie können wir vorhandene MRT- und CT-Aufnahmen beurteilen und bei Bedarf weitere Untersuchungen durchführen. Gemeinsam mit Ihrer bisherigen Behandlungsgeschichte bilden diese Informationen die Grundlage, um zu prüfen, ob eine bildgesteuerte Schmerztherapie für Sie sinnvoll sein kann.
Nicht jede Behandlung ist für jeden Patienten geeignet. Und nicht jede Hoffnung auf Schmerzlinderung lässt sich erfüllen. Aber Sie dürfen erwarten, dass wir uns sorgfältig mit Ihrer Situation befassen, Ihnen die Möglichkeiten und Grenzen einer Behandlung erklären und Ihre Fragen ernst nehmen.
Sie möchten wissen, ob wir Ihnen helfen können?
Sprechen Sie uns an. Unser Praxisteam informiert Sie gerne darüber, wie eine erste Beurteilung möglich ist und welche Unterlagen dafür hilfreich sind.
Durch das Laden dieser Karte stimmst du der Datenschutzrichtlinie von Google zu.
